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Allgemeine Informationen

Der elektronische Tachometer ist nur für den Einbau in erdgebundene Fahrzeugen (ausgenommen Motorräder)
vorgesehen.
Das VDO Instrument hat eine Analoganzeige für die Geschwindigkeit und ein LC-Display für die Wegstrecke (Anzeige
wechselweise Gesamtwegstrecke oder Teilstrecke).
Als Geschwindigkeitsgeber können Hallgeber, Induktivgeber oder Abreißozillatorgeber verwendet werden.
Die Einstellung und Bedienung des Instruments erfolgt über einen Taster im Frontglas.


Funktionsbeschreibung
Messwerk: Schrittmotor


Das Antriebsprinzip dieses Anzeigesystems ist
ein Schrittmotor, der aus einem Drehmagneten
innerhalb einer Kreuzspulanordnung besteht. Ein
nachgeschaltetes, spielfreies Getriebe gewährleistet
das hohe Einstellmoment und die feine
Auflösung. Das Getriebe besitzt eine
Untersetzung von 43,2 : 1 und ist mit einem internen,
mechanischen Anschlag versehen. Die beim
VDO Schrittmotor verwendete Ansteuerung wurde
eigens für dieses Produkt entwickelt.
Dieses spezielle Ansteuerungsverfahren variiert
die Spannung an beiden Spulen in Größe und
Richtung. An einer Spule ist die Spannung dem
Sinus, an der anderen Spule dem Cosinus proportional.
Die Spannungsänderung selbst erfolgt
digital durch Pulsweitenmodulation. Das elektromagnetische Feld wird so um äquidistante Winkelschritte
gedreht. Sein resultierender Vektor besitzt eine konstante Länge (sin2Ø + cos2Ø = 1). Der Betrag des Motordrehmoments ist für jeden Schritt konstant. Es ist keine Polfühligkeit vorhanden; die Schrittauflösung des Motors beträgt 0,065°∠ am Zeiger. Die Parameter des Schrittmotors und das Konzept der VDO Ansteuerungelektronik sind so aufeinander abgestimmt, dass unter allen Betriebsbedingungen des Systems eine zuverlässige Funktion gewährleistet ist. Optimierte Ansteuer- Algorithmen sorgen für einen optisch harmonischen Zeigerlauf.


Geschwindigkeitsgeber

Ein zum Betrieb des elektronischen VDO Tachometers benötigter Geschwindigkeitsgeber ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Es können folgende Geschwindigkeitsgeber verwendet werden:


• Hallgeber











• Induktivgeber











• Abreißozillatorgeber










Ist im Fahrzeug schon ein Geschwindigkeitsgeber vorhanden, fordern Sie ein Datenblatt des Geschwindigkeitsgebers
bei Ihrem Fahrzeughersteller an. Fragen Sie bei uns nach, ob der Geschwindigkeitsgeber verwendbar
ist.

Anschlusspläne

Hallgeber























Hallgeber mit „Open Collector“-
Schaltung






Bei Hallgeber mit „Open
Collector“-Schaltung muss zwischen
Pin 8 und Pin 6 eine
Brücke gelegt werden.










Induktivgeber























Abreißoszillatorgeber























Einstellung



Zur Einstellung des eingebauten elektronischen Tachometers stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung:


2 Möglichkeiten zur Kalibrierung der Wegimpulszahl:

Funktion “AUtOCL” - Automatische Kalibrierung beim Abfahren einer Messstrecke (1 km oder 1 Meile)

Funktion “PULSE” - Eingabe einer bekannten Wegimpulszahl.


1 Möglichkeit zur Feinabstimmung der Geschwindigkeitsanzeige:

Funktion “AdJUSt” - Kalibrierung mit Hilfe einer Referenzgeschwindigkeitsanzeige (Rollenprüfstand).
 

Hinweis:
Bei der Kalibrierung der Geschwindigkeitsanzeige müssen die Toleranzen gemäß der
Richtlinie 75/443/EWG beachtet werden, auf die im § 57 StVZO hingewiesen wird. Im Kapitel
4. Vorschriften steht unter den nachfolgenden Punkten:

4.3.5 Das Fahrzeug wird bei folgenden drei Geschwindigkeiten geprüft: 40 km/h, 80
km/h sowie 120 km/h oder 80 % der vom Hersteller angegebenen Höchstgeschwindigkeit,
wenn diese weniger als 150 km/h beträgt.

4.3.6 Die Fehlergrenze des zur Messung der tatsächlichen Geschwindigkeit des Fahrzeugs
verwendeten Kontrollgeräts darf nicht größer sein als ± 1,0 %.

4.3.6.1 Wenn eine Messstrecke verwendet wird, muss sie eine ebene, trockene und
ausreichend griffige Oberfläche aufweisen.

4.4 Die angezeigte Geschwindigkeit darf nie unter der tatsächlichen Geschwindigkeit
liegen. Bei den unter 4.3.5 angegebenen Geschwindigkeiten sowie bei den
Zwischenwerten muss zwischen der vom Geschwindigkeitsmesser angezeigten
Geschwindigkeit V1 und der tatsächlichen Geschwindigkeit V2 folgende Beziehung
bestehen:


 

Auswahl der Funktionen

Taster im Frontglas des Instruments drücken und
festhalten. Dann die Betriebsspannung (Zündung)
einschalten.
Im Display erscheint im Wechsel alle 2 Sekunden
die Anzeige “AUtOCL”, “PULSE” und AdJUSt”.
Eine Funktion wird ausgewählt, wenn der Taster
bei der entsprechenden Anzeige losgelassen wird.



















Funktion “AUtOCL”

Wenn die Funktion “AUtOCL” ausgewählt wurde,
erscheint nach ca. 3 Sekunden im Display die Anzeige
“bUttOn”:


Kalibrierung nur durch einen Beifahrer
vornehmen lassen!
Während der Messfahrt erfolgt keine
Geschwindigkeitsanzeige!



Während des Fahrens genau bei Beginn der
Messstrecke (1 km oder 1 Meile) Taster kurz drükken,
im Display blinkt die Anzeige “StArt”.
Die Messstrecke mit möglichst konstanter
Geschwindigkeit abfahren. Genau am Ende der
Messstrecke Taster erneut kurz drücken. Liegt die
ermittelte Wegimpulszahl im Bereich von 500 bis 399 990 Impulsen, wird diese im Display angezeigt (z.B. P 50 000: entspricht der Wegimpulszahl 50 000). Wenn die Anzeige im Display anschließend auf Gesamtweg- oder Teilstrecke wechselt, ist die Kalibrierung abgeschlossen.

Wenn im Display die Anzeige “F00” (keine Impulse) blinkt, muß eine Neukalibrierung erfolgen. Ablauf wie oben beschrieben.




Funktion “PULSE”


Wenn die Funktion “PULSE” ausgewählt wurde,
erscheint nach ca. 3 Sekunden im Display z. B. die
Anzeige “P 50 000”, bei der die vorletzte Zahl
blinkt. Sofort mit der Eingabe der bekannten Wegimpulszahl
beginnen. Die jeweils blinkende Zahl
kann durch Betätigen des Tasters verändert werden
(einstellbare Wegimpulszahl 500 bis 399 990).
Nach eingestellter Wegimpulszahl wechselt die
Anzeige im Display anschließend auf Gesamtwegoder
Teilstrecke und die Kalibrierung ist abgeschlossen.

Wenn nach der Wegimpulszahleinstellung im Display
die vorletzte Zahl blinkt, muss eine Neueinstellung
erfolgen. Ablauf wie oben beschrieben.

Bei der Funktion “PULSE” kann die bei der automatischen Kalibrierung (Funktion “AUtOCL”) gespeicherte Wegimpulszahl überprüft werden. Die gespeicherte Wegimpulszahl erscheint im Display (z.B. P 50 000) und die einzelnen Zahlen beginnen
nacheinander, von der vorletzten Zahl anfangend, zu blinken.




Funktion “AdJUSt”

Wenn die Funktion “AdJUSt” ausgewählt wurde,
erscheint nach ca. 3 Sekunden im Display im
Wechsel die Anzeige “UP“ oder “dn” (up oder
down).


Funktion nur auf dem Rollenprüfstand
ausführen! Die Feineinstellung ist nur
zwischen 30 % und 100 % des Anzeigebereiches
möglich. Während der Feineinstellung
erfolgt keine Wegstreckenzählung!



Wird z.B. bei der Anzeige “UP” der Taster gedrückt
und festgehalten, verändert sich der Zeigerausschlag
nach oben (analog bei der Anzeige “dn”
nach unten). Die Veränderung des Zeigerausschlags
ist anfänglich sehr langsam. Dadurch ist eine sehr genaue Feinabstimmung möglich. Wird der Taster kurz losgelassen, wiederholt sich der
Vorgang. Wird der Taster längere Zeit gedrückt, beschleunigt sich die Geschwindigkeit des Zeigerausschlags.
Wenn die Feinabstimmung mit der Referenzgeschwindigkeit übereinstimmt, den Taster loslassen. Nach ca. 1 Minute erscheint im Display die Anzeige Gesamtweg- oder Teilstrecke. Die Feinabstimmung ist abgeschlossen.

Wenn während der Feinabstimmung die Anzeige blinkt, liegt ein Eingabefehler der Wegimpulszahl (Funktion “PULSE”) vor. Die Wegimpulszahl liegt
entweder unter 500 oder über 399 990. Neukalibrierung in Funktion “PULSE” vornehmen.


Bedienung


Funktionsfähig nur bei eingeschalteter Zündung.

Durch kurzes Drücken des Tasters erscheint auf dem Display
wechselweise die Anzeige Gesamtwegstrecke (z. B. 99910.9)
oder Teilstrecke (z. B. t 176.8).

Die Funktion Gesamtwegstrecke zählt die zurückgelegten
Kilometer oder Meilen bis max. 999999.9.
Die Anzeige ist nicht rückstellbar.











Die Funktion Teilstrecke zählt die zurückgelegten Kilometer
oder Meilen bis “t9999.9”.
Durch Drücken des Tasters (ca. 2 Sekunden lang) wird die
Anzeige auf “t0.0” gesetzt.

Wenn die Anzeige im Display Gesamtwegstrecke anzeigt, wird
durch ein ca. 2 Sekkunden langes Drücken des Tasters die
Teilstrecke ebenfalls auf “t0.0” gesetzt.












Die Teil- und Gesamtwegstrecke bleibt nach dem Abschalten der Betriebspannung gespeichert.



Anzeige der Geschwindigkeit

Hinweis: Beim Ausschalten der Zündung bleibt der Zeiger auf der Geschwindigkeit stehen, die das Fahrzeug in diesem Augenblick hatte.
Erst wenn die Zündung wieder eingeschaltet wird (ohne den Motor zu starten) fährt der Zeiger auf null zurück.


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